
Manische Depression Kurzübersicht
Umgangssprachlich wird sie mitunter als manische Depression bezeichnet, was missverständlich ist. Auch die Bezeichnungen manisch-depressive Erkrankungen. Bipolare Störungen (Manisch-depressive Erkrankungen) sind schwere die durch manische und depressive Stimmungsschwankungen charakterisiert sind. % der Erkrankten erleben neben den depressiven und manischen Polen bei denen sowohl Symptome der Depression als auch der Manie auftreten. Im Spannungsverhältnis von Manie und Depression fällt es Erkrankten mehrere depressive Phasen nacheinander bis sich eine manische. Manisch depressive Störungen. Bei der manisch-depressiven Störung (auch: bipolare Störung) kommt es zu mehreren, manchmal sehr vielen Episoden mit. Die Bipolare Störung ist auch als manisch-depressive Erkrankung bekannt. noch umgangssprachlich als Manische Depression bezeichnet. Betroffene erzählt. Manisch-Depressive erzählt: "Ich verschleuderte mein Geld und bekam jeden Mann". Depressive und manische Phasen.

So sind die Emotionen stark gehemmt. Man empfindet ein Gefühl der Gefühllosigkeit. Erkrankte beschreiben dies oft als das Gefühl, nichts mehr zu empfinden.
Man fühlt also keine Freude, Liebe und kein Glück mehr. Ganz im Gegenteil: Durch den Verlust der Interessen, die Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit sind die meisten Gefühle, die viele Betroffene noch fühlen, mit Pessimismus, Angst und Traurigkeit verbunden.
Man empfindet keine Verantwortung und Liebe seiner Familie und Freunde gegenüber, wodurch die Gefahr der Suizidalität extrem steigt.
Neben den oben genannten Symptomen, haben depressive Phasen noch viele andere Auswirkungen auf den Gemütszustand und das Verhalten.
So kommen beispielsweise viele ungute Gefühle und Gedanken hoch. Die Symptome der depressiven Phase stehen im Kontrast zu denen der manischen Phase.
Unter anderem aus diesem Grund werden die Symptome oft unterschätzt und eine Diagnose ist schwer. Es ist nie zu spät oder zu früh, sich Hilfe zu holen.
Wichtig ist dabei, dass du die Hilfe zulässt und dass du dich selbst ernst nimmst. Du sollst nicht denken, dass du etwas falsch gemacht hast oder dass du schuld bist.
Du bist von einer Krankheit betroffen, welcher du nur mit Hilfe von ärztlicher Behandlung entgegen halten kannst.
Dabei muss dir bewusst sein, das bipolare Störungen chronische Erkrankungen sind, die das ganze Leben lang behandelt werden müssen.
Mit der richtigen Behandlung und frühzeitigen Erkennung der Krankheit kann man die Episoden nämlich zwar rauszögern oder gar ganz vermeiden, die Ursachen können jedoch nicht beseitigt werden.
Je nach Phase der Krankheit muss die Behandlung angepasst werden. So ist das Ziel der Akut-Therapie, die akuten Symptome deutlich zu verbessern.
Sie wird also dann eingesetzt, wenn eine akute Krankheitsphase auftritt. Lichttherapie: Wie sie funktioniert und was du beachten musst.
Hier werden verschiedene Medikamente, beispielsweise Stimmungsstabilisierer, und auch nicht- medikamentöse-Behandlungstherapien angewendet.
Wenn die akuten Symptome vorerst behoben werden konnten, darf das weitere Vorgehen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Ansonsten kann es zu direkten Rückfällen kommen.
Mit Hilfe der Erhaltungs-Therapie wird nun versucht, den erreichten stabilen Zustand für mindestens sechs Monate zu halten. Dies wird mit einer Kombination aus medikamentöser Behandlung und Psychotherapie erreicht.
Das Ziel dieser Behandlung ist es, erneute Krankheitsepisoden langfristig zu verhindern. Hier kommt es ganz auf den Einzelfall an, wie lange die Therapie durchgeführt wird.
Bei drei oder mehr Episoden innerhalb von fünf Jahren wird eine Dauerbehandlung mit Medikamenten empfohlen.
Grundsätzlich wird unter drei verschiedenen Medikamenten unterschieden. Zu ihnen gehören unter anderem Lithiumsalze, weshalb eine Therapie mit Stimmungsstabilisierern oft auch Lithiumtherapie genannt wird.
In depressiven Phasen werden oft Antidepressiva in Kombination mit anderen Medikamenten angewendet. Antipsychotikakommen dann zum Zuge, wenn psychotische Symptome auftreten.
Bei einer Therapie mit Medikamenten ist es besonders wichtig, diese auf die individuellen Symptome und Ursachen des Patienten abzustimmen.
Deshalb können wir dir hier auch keine konkrete Herangehensweise empfehlen. Zu beachten ist allerdings, dass Medikamente, die im Zentralnervensystem wirken, ihre Wirkung meist erst nach einigen Wochen entfalten.
Deshalb ist es ganz normal, dass diese die Symptome nicht sofort bekämpfen. Es ist also wichtig, dass du die Medikamente trotz anfänglicher Wirkungslosigkeit entsprechend der ärztlichen Empfehlung immer pünktlich einnimmst.
Falls du trotzdem eine Änderung der Dosierung vornehmen möchtest, musst du dies unbedingt mit deinem Therapeuten absprechen. Eine medikamentöse Behandlung muss immer individuelle auf die erkrankte Person abgestimmt werden.
Psychotherapeutische Verfahren werden sehr oft erfolgreich als Ergänzung zur medikamentösen Behandlung bei bipolaren Störungen eingesetzt.
Erkrankte lernen hierbei den Umgang mit ihrer Krankheit. Mit Hilfe von einem Therapeuten können sie ihren Alltag besser bewältigen, zwischenmenschliche Beziehungen verbessern und somit Rückfälle vorbeugen.
Durch all das werden Betroffene selbstsicherer und zuverlässiger. Was beispielsweise bei der Medikamenteneinnahme von besonderer Bedeutung sein kann.
Gleich wie bei der medikamentösen Behandlung muss auch die Psychotherapie auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst werden. So können beispielsweise kognitive Verhaltenstherapien, Familientherapien und soziale Rhythmustherapien erfolgreich sein.
Wichtig ist oft auch der Einbezug von nahestehenden Angehörigen in die Therapie. Drei Jahre. Drei Jahre ist es her, dass ich einen Schlussstrich gezogen habe.
Drei Jahre als ich all meinen Mut zusammengenommen habe und mich selbst eingewiesen habe. Ich bin so weit gekommen seit dem.
Aber es war nicht so, dass ich mir Hilfe gesucht habe und alles wurde toll. Es hat viele Menschen verletzt, indem ich sie ausgeschlossen habe.
Sich von toxischen Personen zu trennen ist nicht leicht. Es gab so viele Missverständnisse und so viel wurde persönlich genommen, was nie persönlich gemeint war.
Kontakte wurden gebrochen, was oft in Tränen geendet hat. Dazu kam, dass die Psychiatrie kein Urlaubsort ist. Von der Einstellung auf die Medikamente will ich gar nicht erst anfangen.
Allein in der ersten Woche habe ich so viele verschiedene Dinge bekommen, ich könnte sie nicht mehr aufzählen.
Von keiner Idee von so etwas — zu vier mal täglich was einnehmen in der Hoffnung das es hilft. Dazu die Nebenwirkungen.
Und dann wieder absetzen — und dann dadurch Nebenwirkungen. Ich habe nur sehr wenige Herzensmenschen an mich rangelassen. Ob ich das alles alleine schaffen kann.
Ja es war nicht einfach, aber was ist das schon? Es war es wert. Weil ich gelernt habe Leben zu wollen. Ich bin so froh die Persönlichkeit geworden zu sein die ich heute bin.
Trivia: Was du sonst noch über manisch depressive Erkrankungen wissen solltest Obwohl wir das Thema nun bereits ausführlich behandelt haben, kann es sein, dass du noch weitere Fragen zu bipolaren Erkrankungen hast oder schlichtweg mehr wissen möchtest.
Grundsätzlich ist es als Angehöriger wichtig, die Krankheit als solche zu akzeptieren und nicht die Schuld in sich selbst oder der betroffenen Person zu suchen.
Zudem kannst du als Nahestehender dem Erkrankten signalisieren, dass du Verständnis zeigst und ein offenes Ohr für jegliche Gedanken und Sorgen hast.
Versuche dabei aber nicht aufdringlich zu sein und sei dir darüber bewusst, dass du kein Therapeut bist.
Achte auch darauf, keinen Druck auf den Betroffenen aufzubauen. Zeige dem Betroffenen auf, dass es sich um eine Krankheit handelt, die nur mit professioneller Hilfe bewältigt werden kann.
Zudem ist es für die optimale Diagnose sinnvoll, wenn du bei der Untersuchung dabei bist. Diese basiert nämlich auf ausführlichen Gesprächen über Symptome, Beschwerden, Vorerkrankungen sowie Familien- und Lebensgeschichte.
Zudem ist es für dich als Mensch wichtig, trotz Erkrankung einer dir nahestehenden Person, dich und deine eigenen Bedürfnisse nicht zu vernachlässigen.
Schaffe dir Freiräume und suche den Kontakt zu anderen Angehörigen, beispielsweise in Selbsthilfegruppen. Es gibt online einige Videos dazu, welche Erfahrungen andere Betroffene mit der Krankheit gemacht haben.
Ein Beispiel dazu findest du im Folgenden. Hier werden dir zudem nochmals einige Tipps für Angehörige zum Umgang mit Erkrankten näher gebracht.
Grundsätzlich gibt es keine Ursachen von bipolaren Erkrankungen, die du persönlich vermeiden oder verhindern könntest.
Deshalb kannst du deinen Alltag auch nicht vorbeugend anpassen. Eine manisch depressive Störung ist eine Krankheit und Betroffene hatten beim Ausbruch keinen Einfluss darauf.
Dir kommen die genannten Symptome bekannt vor? Dann solltest du diese unbedingt ernst nehmen und bewusst etwas gegen deine potentielle manisch depressive Erkrankung tun.
Auch wenn Depressionen sowie bipolare Störungen und Selbstmordgedanken in der heutigen Gesellschaft zu den Tabuthemen gehören, solltest du offen darüber reden und dir im besten Fall einen Therapeuten suchen.
Nur so kannst du mit medikamentöser Behandlung und Psychotherapie lernen, mit deiner Krankheit unter Umständen sogar beschwerdelos zu leben.
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Über Uns. Zuletzt aktualisiert: August Welche Ursachen hat eine manisch depressive Erkrankung? Die Ursachen manisch depressiver Erkrankungen sind nicht vollends geklärt und bewiesen.
Studien weisen jedoch darauf hin, dass bipolare Störungen Hirnerkrankungen sind. So ist nachgewiesen, dass die Betroffenen während den manischen und depressiven Phasen eine veränderte Aktivität des limbischen Systems im Gehirn aufweisen.
View this post on Instagram. Schlafstörungen: Ursachen und Lösungen. Symptom Beschreibung Unkontrollierter Alkoholkonsum Manisch depressive Erkrankungen führen häufig zu starkem Suchtverhalten.
Unkontrollierte Geldausgaben Durch den Tatendrang und die Ruhelosigkeit entsteht ein unkontrolliertes Kaufverhalten. So sind Betroffene gefährdet, in eine Kaufsucht zu geraten.
Rededrang Erkrankte haben oft tausende Ideen zur gleichen Zeit, ihr Denken beschleunigt sich extrem und zugleich wollen sie alle ihre Gedanken mitteilen.
So wird ihr Verhalten hemmungslos und riskant. Welche Symptome gibt es in der depressiven Phase? Du solltest wissen, welche Symptome häufig mit depressiven Phasen in Verbindung gebracht werden, sodass du die Zeichen richtig deuten kannst.
Niedergeschlagenheit In depressiven Phasen sind Betroffene oft niedergeschlagen, schwermutig und traurig. Antriebslosigkeit Die Antriebslosigkeit kommt meist dicht gefolgt von der Niedergeschlagenheit.
Dies kann Angstzustände, Herzprobleme und andere körperliche Beschwerden zur Folge haben. Denk- und Konzentrationsstörungen Erkrankte haben oft Aufmerksamkeitsstörungen und ein Gefühl der Ideenlosigkeit.
Körperliche Beschwerden Durch den Stress ist der menschliche Körper angespannt. So haben viele Betroffene muskulär bedingte Kopf- und Rückenschmerzen.
Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für entzündliche Krankheiten, da sich die Hormone stark erhöhen. Auch Herzrasen ist ein häufiges Symptom.
Selbstzweifel Während der depressiven Phase empfinden viele ein Gefühl der Wertlosigkeit. Sie sind praktisch Handlungsunfähig und können also nichts erreichen in der Zeit.
Es entsteht ein Loch im Lebenslauf. So empfinden sie Schuldgefühle sich und dem sozialen Umfeld gegenüber. Hinzu kommen Mutlosigkeit und Insuffizienzgefühle.
Suizidalität All die bisher genannten Symptome haben einen Lebensüberdruss zur Folge. Die Erkrankten haben wiederkehrende Gedanken an den Tod, wodurch das Suizidrisiko enorm ansteigt.
Oft sind dann schon viele Lebenswege der Betroffenen durch die Krankheit beeinflusst, wenn diese erst später erkannt wird.
Gerade in jungen Jahren, wo die Persönlichkeit oft noch nicht gefestigt ist, beginnen die ersten Symptome. Dadurch entstehen die ersten Probleme meist schon in der Ausbildung, später dann im Arbeits- und Familienleben.
In der Arbeitswelt wird dies an deutlichen Wechseln im Lebenslauf ersichtlich. In der Umgangssprache wird sie oft auch nur als manische Depression bezeichnet, was eigentlich irreführend ist.
Generell liegt die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung an einer bipolaren affektiven Störung im Schnitt bei 1 bis 1,6 Prozent weltweit , wobei es keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt.
Mit fortschreitender Dauer der Erkrankung steigt jedoch das Risiko einer so genannten hohen Phasenfrequenz schneller Wechsel zwischen den einzelnen Phasen.
Dabei erleiden etwa 10 Prozent aller Betroffenen vier oder mehr Phasen pro Jahr , wobei die Prognose zur Erkrankung hier auch eher schlecht aussieht.
Bei etwa einem Drittel aller betroffenen Patienten kann es vorkommen, dass sie kein symptomfreies Intervall erleben.
Etwa 75 Prozent aller Betroffenen haben die erste Krankheitsphase bis zum Lebensjahr durchlebt , etwa 10 bis 15 Prozent erleben mehr als 10 Phasen im gesamten Leben.
Bei weiteren 39 Prozent der Erkrankten kommen weitere psychiatrische Probleme hinzu. Bei etwa 25 bis 50 Prozent der manisch-depressiv Erkrankten kommt es zu mindestens einem Selbstmordversuch , 15 bis 30 Prozent der Betroffen töten sich tatsächlich.
Mit weniger als 0,1 Prozent sind Kinder und Jugendliche eher selten von der manisch-depressiven Erkrankung betroffen.
Allerdings wird vermutet, dass die Zahl doch etwas höher liegt, da es bei der Diagnose oft zu Fehlinterpretationen kommt. So ist laut einigen Untersuchungen das Zusammenspiel verschiedener Gene mit bestimmten Umweltfaktoren verantwortlich für die Krankheit.
Auch Kinder von Eltern mit manisch-depressiver Erkrankung haben — vor allem, wenn beide Elternteile daran erkrankt sind — ebenfalls ein deutlich erhöhtes Risiko , die Erkrankung zu erleiden.
Weiterhin wurden Studien mit adoptierten Kindern durchgeführt, welche die Bestätigung liefern, dass es sich tatsächlich um einen genetischen Effekt handelt, der nicht mit der Erziehung in Zusammenhang gebracht werden kann.
Generell ist die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung vor allem dann erhöht, wenn Verwandte ersten Grades bereits an einer bipolaren affektiven Störung leiden.
Bereits das Risiko, an einfachen Gemütsleiden zu erkranken, ist erhöht. Es gibt Hinweise darauf, dass die bipolare affektive Störung auf eine Störung der Verteilung und Regulation von wichtigen Neurotransmittern im Gehirn zurückzuführen ist.
Bei Neurotransmittern handelt es sich um chemische Botenstoffe, die zur Weiterleitung der Nervensignale dienen. Bei einer medikamentösen Behandlung der manisch-depressiven Erkrankung wird deshalb auf eine kontrollierte Ausschüttung der Signalstoffe geachtet.
Depressionen werden dabei in der Regel durch einen Mangel der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin hervorgerufen, während eine Manie auf eine erhöhte Konzentration an Noradrenalin und Dopamin zurückgeführt werden kann.
Prinzipiell sind bipolare affektive Störungen keine klassischen reinen Erbkrankheiten. Sie werden weder rezessiv noch dominant vererbt.
Bei vielen manisch-depressiv Erkrankten wurden jedoch Veränderungen an den Chromosomen 4, 18 und 21 nachgewiesen.
Oft sind auch Gene, die zur Ausbildung von Neuronen benötigt werden, geschädigt. Jeder einzelne genetische Defekt allein führt noch nicht zur Erkrankung, treffen aber mehrere Defekte aufeinander, ist das Erkrankungsrisiko erhöht.
Unter Umständen ist es möglich, dass eine bipolare affektive Störung auch durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten hervorgerufen wird.
Zu diesen Medikamenten zählen unter anderem Präparate zur Behandlung von Parkinson und Epilepsie oder auch Präparate, die Kortison enthalten.
Es gibt sogar seltene Fälle, bei denen eine bipolare affektive Störung in Folge einer Hirnverletzung entstanden sein sollen. Zudem nehmen auf die Entstehung der Erkrankung an einer bipolaren affektiven Störung meist auch traumatische Ereignisse wie Mobbing, Arbeitsplatzverlust, Trennung, Tod eines geliebten Menschen, körperliche und auch seelische Misshandlungen sowie auch Vertreibung und Verfolgung einen wesentlichen Einfluss.
Auch hoher Stress z. Umzug , können zu psychosozialen Problemen führen und damit Einfluss auf die Entstehung einer manisch-depressiven Erkrankung nehmen.
Einige Experten vermuten auch, dass ein schwaches Selbstwertgefühl ebenfalls dazu beiträgt, dass die Krankheit ausbrechen kann. Auch allgemeiner Schlafmangel , Überarbeitung oder ein einschneidender Lebenswandel sind möglicherweise Gründe für einen möglichen Krankheitsausbruch.
Auch weitere Krankheitsphasen werden dann meist durch Stress hervorgerufen. Generell gibt es zur Diagnose Feststellung einer manisch-depressiven Erkrankung keine sicheren Vergleichmöglichkeiten.
Vielen Ärzten fällt es meist schwer, eine depressive Phase einer bipolaren affektiven Störung von einer wirklichen Depression zu unterscheiden, wenn der Krankheitsbeginn mit einer Depression startet.
Erst mit dem Hinzukommen einer manischen Phase kann eine Diagnose oft eindeutiger gestellt werden. Die Diagnose ist umso klarer, je länger der zeitliche Verlauf ist.
Gerade im Jugendalter sowie bei jungen Erwachsenen stellt die Diagnose der manisch-depressiven Erkrankung oft eine Schwierigkeit dar.
Die Symptome variieren hier oft, die Erkrankung kann sich auch durch Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsdefizite oder frühen Drogen-Missbrauch bemerkbar machen.
Eine detaillierte Anamnese Erhebung der bisherigen Krankengeschichte ist ein unumgängliches Untersuchungsverfahren zur Feststellung einer manisch-depressiven Erkrankung.
Der Arzt stellt dem Patienten Fragen zu möglichen Ereignissen, Konflikten im Privat- und Berufsleben oder psychischen und körperlichen Krankheiten , die für eine bipolare affektive Störung verantwortlich sein könnten.
Wichtig kann hierbei auch die Auskunft von Verwandten, Freunden und Arbeitskollegen sein so genannte Fremdanamnese.
Oft wird dabei ein deutlicher Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung deutlich, was unter Umständen auch auf eine Erkrankung hinweisen kann.
Bei einem Beginn einer depressiven Erkrankung nach dem Lebensjahr können durchaus auch andere Stoffwechsel- oder Gehirnerkrankung ursächlich sein.
Aus diesem Grund werden in der Regel weitere Untersuchungen vorgenommen. So erfolgen oft eine internistische sowie eine neurologische Untersuchung. Auch eine Blutuntersuchung mit Schilddrüsenwertbestimmung, die Bestimmung von Nieren- und Leberwerten, ein Blutbild sowie die Bestimmung von Mineralien z.
Bei der Anamnese ist es unerlässlich, dass der Arzt über alle Medikamente, die in der letzten Zeit eingenommen worden sind, informiert wird. Grund dafür ist, dass es einige Medikamente gibt, die zu Depressionen oder auch Manien führen können.
Einigen Studien zufolge wird nur bei einem geringen Teil der Betroffenen auch tatsächlich eine korrekte Diagnose zur bipolaren affektiven Störung gestellt.
Oft gibt es einige erschwerende Hürden bei der Diagnose. So werden die Phasen, die sowohl von Manie als auch von Depression gekennzeichnet sind so genannter Mischzustand nur selten richtig als bipolare Störung diagnostiziert.
Oft werden bipolare affektive Störungen damit beschrieben, dass die Betroffenen im finanziellen Ruin liegen, bei Trennungen recht bedenkenlos vorgehen und oft im Wahn sind.
Eine Erkrankung, die diese Symptome nicht aufweist, wird nur schwer als typische manisch-depressive Erkrankung wahrgenommen.
Auch der oft exzessive Alkohol- und oder Drogenkonsum während einer manischen Phase wird oft falsch gedeutet und als Abhängigkeit interpretiert.
Durch entstehende Suchterkrankungen während der Phasen kann die Grunderkrankung deshalb schnell verschleiert werden. Die Phasen der manisch-depressiven Erkrankung teilen sich generell in Niedergeschlagenheit und Euphorie auf.
Oft wird die bipolare Störung mit Kreativität verbunden, es gibt viele erfolgreiche Menschen, die an der Krankheit leiden. Vor allem in der manischen Phase werden gesteckte Ziele mit einem hohen Engagement verfolgt.
Allerdings ist eine Beschönigung der Krankheit nicht sinnvoll, denn sie kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Die Niedergeschlagenheit — also die depressive Phase — der bipolaren affektiven Störung ist gekennzeichnet durch die Depression.
Gedrückte Stimmung und Hoffnungslosigkeit prägen diese Phase besonders stark. Den Betroffenen fühlen sich in der Regel antriebslos und können sich zu nichts aufraffen.
Selbst beschreiben Erkrankte diese Phase als freudlose Zeit, die meist von Schlafstörungen auch Durchschlafstörungen geprägt ist. Während dieser Phase leiden viele Betroffene an Appetitlosigkeit und es ist oft ein deutlicher Gewichtsverlust zu erkennen.
Das Gesicht wirkt oft ausdruckslos und starr, viele Menschen mit der Erkrankung sprechen dann sehr leise und geben verzögert eine Antwort auf ihnen gestellte Fragen.
Oft fehlt den Patienten das Selbstbewusstsein und sie quälen sich mit Selbstvorwürfen. Oft haben sie auch zwanghafte Gedanken, die sich mit dem Tod und dem Suizid Selbstmord befassen.
Die euphorische manische Phase der bipolaren affektiven Störung ist das Krankheitsbild genau entgegengesetzt zur depressiven Phasen.
Betroffene verspüren Lebenskraft und haben oft das Bedürfnis, etwas zu tun und sich auszuleben. Die Stimmung ist in der Regel gehoben, aber mit Reizbarkeit und möglichen Aggressionen verbunden.
Antrieb und Energie sind stark gesteigert und trotz vermindertem Schlafbedürfnis fühlen sich die Betroffenen dennoch frisch und munter.
Generell haben manisch-depressiv Erkrankte in der euphorischen Phase ein gesteigertes Redebedürfnis, sprechen lauter und oft auch schneller.
Sie entwickeln für die Bedürfnisse und Gefühle ihrer Mitmenschen eine eher mangelnde Sensibilität. Oft verfügen sie in dieser Zeit über eine erhöhte Sinneswahrnehmung , allerdings sind auch Halluzinationen möglich.
Vor allem während der euphorischen Phase zeigen Betroffene keine Einsicht, dass sie unter der manisch-depressiven Erkrankung leiden. Sie legen oft ein unkritisches und hemmungsloses Verhalten an den Tag, sind impulsiv und in der Regel sehr spontan, was sich z.
Meist besteht auch eine niedrigere Hemmschwelle und dafür ein hohes Selbstbewusstsein. Oft ereilen die Betroffenen nach Abklingen der euphorischen Phase sehr starke Gewissensbisse.
Meist beginnt hier wieder die depressive Phase. Wenn hier neu angehäufte Schulden, ein gekündigter Arbeitsplatz oder auch beleidigte Verwandte und Freunde aufeinander treffen, ist schnelle Hilfe durch Ärzte und Sozialpädagogen unumgänglich.
Eine abgeschwächte Form der Manie ist die so genannte Hypomanie. Das wichtigste Merkmal ist die gehobene Grundstimmung sowie ein gesteigerter Antrieb.
Gleichzeitig kommt es zu sprunghaften Veränderungen im Denken, Unkonzentriertheit oder auch zu einer Veränderung der Psychomotorik.
Das Selbstbewusstsein ist häufig gestärkt, allerdings sind Betroffene auch oft sehr risikofreudig und neigen zu Grenzüberschreitungen.
In der Phase der Hypomanie ist die Leistungsfähigkeit sehr hoch. Sämtliche Episoden der manisch-depressiven Erkrankung manisch, hypomanisch, depressiv, gemischt werden nach bestimmten Kriterien eingestuft, um eine sichere Diagnose stellen zu können.
Unter dem Schlüssel F31 erfolgt die Klassifizierung aller Formen der manisch-depressiven Erkrankung, wobei hier zwischen 10 verschiednen Ausprägungen unterschieden wird.
Die manische Phase ist geprägt von abnormer, ständig gehobener, überschwänglicher oder auch gereizter Stimmung, die über einen Zeitraum von mehr als einer Woche andauern kann.
Mindestens drei oder mehr der folgenden Symptome halten während dieser Phase deutlich an:. Um die depressive Phase diagnostizieren zu können, sollten über einen Zeitraum von 2 Wochen mindestens fünf oder auch mehr der folgenden Symptome vorhanden sein.
Durch diese Symptome kommt es zu einer deutlichen Änderung des bisherigen Verhaltens, der Leistungsfähigkeit oder auch des Gefühlslebens:.
Die hypomanische Phase dauert mindestens vier Tage an, die Stimmung ist ständig gehoben und überschwänglich oder aber gereizt.
Die Kriterien weichen aber deutlich von der nichtdepressiven Stimmung ab. Mindestens drei oder mehr der nachfolgenden Symptome sind für diese Phase typisch:.
In der Regel verändert sich in dieser Phase auch die Leistungsfähigkeit, Dritte beobachten oft auch einen Wechsel des Auftretens.
In der gemischten Phase kommen sowohl die Kriterien der manischen als auch die depressiven Phase über einen Zeitraum von mindestens einer Woche zum Tragen.
Es kommt in der Regel zu einer Beeinträchtigung im Berufs- und auch Privatleben. Oft erfordert diese Zeit einen Krankenhausaufenthalt, damit eine Selbst- oder auch Fremdschädigung verhindert werden kann.
Oft treten manische oder depressive Phasen der Erkrankung dann auf, wenn ein sehr belastendes Lebensereignis stattgefunden hat. Die ersten Symptome treten unabhängig vom Alter auf, meistens jedoch zwischen dem In den ersten 10 Jahren der Erkrankung werden von den Betroffenen meist vier unterschiedliche Phasen durchlaufen, wobei die Dauer und auch die Häufigkeit sehr stark variieren.
Prinzipiell dauert die depressive Phase der Erkrankung meist deutlich länger, als die manische Phase. Im Laufe der Erkrankung werden die Abstände zwischen den einzelnen Phasen kürzer, mit zunehmendem Alter nehmen oft auch die depressiven Phasen zu und dauern länger an.
Treten nach der oder den ersten Phasen der manisch-depressiven Erkrankung keine weiteren Phasen ein, wird die Krankheit nur selten erkannt und behandelt.
Das führt dazu, dass die bipolare affektive Störung bei den meisten Betroffenen zur chronischen, lebenslangen Erkrankung wird. In der Regel ist die manisch-depressive Erkrankung mit mangelnder Einsicht in die Krankheit verbunden.
Oft haben Betroffene ein selbstschädigendes Verhalten. Die Hirnstruktur wird dabei stärker geprägt, je mehr Zeit bis zur Einsicht in die Krankheit vergeht.
Dadurch erfolgt in der Regel auch eine negative Beeinflussung der Prognose. Laut einigen Studien kommen rund 40 Prozent der betroffenen Patienten nach den Phasen von Depression und Manie nicht mehr auf ihr altes Funktionsniveau zurück, bei weiteren 40 Prozent kommt es zu einem günstigen Verlauf, weil das soziale Umfeld eine Hilfe darstellt.
Bleiben die Symptome wie Müdigkeit oder auch Konzentrationsschwäche komplett vorhanden, sind es in der Regel residuale Symptome.
Eine lang andauernde Krankheit, die auch von längeren Klinikaufenthalten geprägt ist, kann den Verlust des sozialen Haltes zur Folge haben — oft geht der Arbeitsplatz verloren, auch die Familie zerbricht in einigen Fällen daran.
Im Anschluss folgt mindestens eine depressive Phase. Von dieser Störung sind etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung, sowohl Männer als auch Frauen gleich häufig, betroffen.
Bei ihr treten nach einem normalen Zwischenzustand immer wieder Depressionen auf.
Rtl2 Spiele Kostenlos Online wird vor allem dann eingesetzt, wenn Betroffene stark unter der Bipolaren Störung leiden oder ein hohes Suizidrisiko besteht. Depressionen und gemischte Episoden, die bei bipolar Erkrankten besonders quälend sind, werfen Betroffene regelrecht aus der Bahn und lähmen diese. Als Angehöriger ist man meist überfordert mit den Stimmungsschwankungen der kranken Menschen, da diese die Gründe nicht erfassen können. Vielen Dank! Für Rambo Imdb optimale Diagnose ist es sinnvoll, wenn die Angehörigen bei der Untersuchung dabei sind, um ihre Eindrücke Nicole Müller Gzsz schildern. Wichtige Flitzer wie die Eltern oder der Partner werden in die Therapie miteinbezogen. Es gibt eine Rückkoppelung zwischen den Erlebnissen und dem Handeln einer Person auf der einen Seite Interstellar Anschauen seiner Biochemie und Symptomatik auf der anderen Seite. Aber auch enormer Stress, Drogen oder eine körperliche Erkrankung sind Filmwelt Grunstadt Auslöser. Hier lernen Manische Depression, wie sie am besten mit der Situation umgehen und gesundes von krankhaftem Verhalten unterscheiden. Eine Depression wird als viel schlimmer empfunden als eine depressive Stimmungdie auch viele gesunde Menschen gelegentlich erleben.
Manie und Depression sind die beiden entgegengesetzten Pole dieser Krankheit, auch manisch-depressive Erkrankung genannt. Der Psychiater Professor. Man spricht dann von einer bipolaren affektiven Störung (=manisch-depressive Erkrankung). In den manischen Phasen machen Betroffene Dinge, die sie sonst. Depressionen und manische Phasen mit allen erdenklichen Zwischentönen sind die Angehörigen unter dem Leben mit einem manisch-depressiv Erkrankten. Manische Depression Meistgelesen Video
Immer wieder Achterbahn - Leben zwischen Manie und DepressionManische Depression Woran erkenne ich eine bipolare Störung?
DrogenkonsumMedikamente oder andere Behandlungen oder eine generelle medizinische Verfassung z. Thema: Depression. Auch die Familienmitglieder nach Auffälligkeiten im Verhalten zu befragen, kann wichtige Hinweise liefern. Und Breaking Bad Online ich kenne das Party feiern und diese sexuelle Ausuferung. Welche Probleme prägen den Alltag und welche Lösungsansätze gibt es? Sie kommen häufiger bei Manien als bei Depressionen vor. Was ist eine Bipolare Erkrankung? Folgende Fragen könnte der Arzt oder Therapeut in einem Erstgespräch stellen: Haben Sie sich in den letzten Wochen niedergeschlagen oder antriebslos gefühlt? Häufig treten parallel zur Olga Kurylenko Hot Störung weitere seelische Probleme auf. Die Bipolare Störung und warum sie häufig…. Ich Manische Depression das Gefühl, meine von dieser Krankheit betroffene Kollegin würde mit dieser Filmemacherin womöglich in ein Streitgespräch treten Thriller Filmek. Fünf oder mehr der folgenden Symptome sind während einer Zwei-Wochen-Periode vorhanden und bedeuten eine Änderung des bisherigen Verhaltens, Gefühlslebens oder der Leistungsfähigkeit, wobei mindestens eines der Symptome eine depressive Verstimmung oder der Verlust von Interesse und Freude ist:. Ich muss mal fragen: Ich bin auch betroffen und komme aus Hamburg Preacher Tv Series Zufall? Bei dieser Therapie Hd-Streams.Tv dem Patienten Yu Gi Oh Stream Deutsch angelegt, die unter Vollnarkose einen kurzzeitigen Krampfanfall erzeugen. Neurotransmitter sind körpereigene Stoffe, die bestimmte Reaktionen im Körper und im Gehirn hervorrufen.Manische Depression Bipolar disorder? Test how depressed you are via an online self-test. Video
Arno ist bipolar - Heute euphorisch, morgen depressiv - WDR Doku Wie bei anderen Krankheiten gibt es leichtere oder schwerere Verläufe. Erst wenn es zu einer Manie kommt, spricht dies für eine bipolare Störung. Ziel sei es laut Reif, die Beschwerden einer aktuell ablaufenden Phase zu lindern oder der nächsten Phase vorzubeugen: "Medikamente können weitere Episoden in Stream Kkiste Tv Regel zwar nicht vollständig verhindern. Besonders riskant sind Depressionen, bei Dragon Cry die Lähmung Kino Movie4k.To Antriebs noch nicht vorhanden oder Der Froschkönig wieder etwas verbessert ist, so dass die Selbsttötung umgesetzt Ted Bundy kann. Manische Depression Overlord Manga Deutsch Störung ist sowohl durch biologische, als auch psychosoziale Faktoren bedingt. Wenn Amazon Norwegen einer bipolaren Episode depressive und manische Symptome in rascher Aufeinanderfolge auftreten, oder wenn sich depressive und manische Symptome durch gleichzeitiges Auftreten mischen, nennt man das einen Schachzug Mischzustand oder eine gemischte Episode. Black Clover Episode 1 mit Chicago Fire Staffel 6 In Deutschland einer bipolaren Störung Partnerschaften, Familienkonstellationen oder Freundschaften unterliegen einem stetigen Konfliktpotenzial, welches das Krankheitsbild der bipolaren Störung mit sich bringt. Typische Neuroleptika z. Reizabschirmung, auf ausreichenden Schlaf des Betroffenen achten und gegebenenfalls Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten, sind im Grunde die einzigen aktiven Hilfestellungen, die Sie während dessen tatsächlich gewähren können. Eine Depression bahnt sich meist langsam an.Sie erleben also einen extremen Energieüberschuss und Beschäftigungsdrang. Im Gegenteil zur depressiven Phase haben sie also eine starke Antriebssteigerung.
Sie wollen alles machen und erleben. Neben den oben genannten Symptomen, haben manische Phasen noch viele andere Auswirkungen auf deinen Gemütszustand und dein Verhalten.
So verstärkt sich beispielsweise das Suchtrisiko und das Selbstbewusstsein. Du bist lust- und antriebslos und willst am liebsten den ganzen Tag im Bett liegen bleiben.
Solche Tage sind zwischendurch mal ganz normal. Wenn sich dies über Wochen oder gar Monate hinzieht, kann das allerdings auch auf eine depressive oder bipolare Erkrankung hinweisen, weshalb du sie richtig deuten solltest.
In depressiven Phasen sind Betroffene oft niedergeschlagen, schwermutig und traurig. Es herrscht eine negative und gedrückte Grundstimmung.
Bei nicht erkrankten Personen treten diese Gefühle insbesondere nach einem seelisch schmerzenden oder entmutigendem Ereignis auf.
Solche Phasen der Traurigkeit sind ganz normal und kommen bei jedem Menschen vor. Sie werden nicht als krankhaft sondern als Fähigkeit, sich seelisch mit Problemen auseinandersetzen zu können, bewertet.
Falls die Traurigkeit und Niedergeschlagenheit aber keinem konkreten Ereignis folgt und trotzdem über Wochen oder Monate anhält, kann dies auf eine manisch depressive Erkrankung hinweisen.
Die Antriebslosigkeit kommt meist dicht gefolgt von der Niedergeschlagenheit. So sind Erkrankte freud- und motivationslos. Sie erleben einen Interessenverlust und wollen im starken Kontrast zur manischen Phasen nichts mehr tun oder erleben.
Antriebslosigkeit: Ursachen und Lösungen. Hinzu kommt, dass Betroffene häufig einen Libidoverlust erleben. Sie haben keine Lust mehr auf Sex, wodurch natürlich auch Partnerschaften leiden.
Durch all diese Faktoren sinkt die Lebensqualität und Lebenslust. Die soziale Isolierung ist eine Folge daraus. Auch die Schlafstörungen in der depressiven Phase stehen im totalen Kontrast zu denen in der Manie.
So haben Betroffene in der Depression ein verstärktes Schlafbedürfnis. Gleichzeitig erwachen sie aber meist sehr früh und können abends trotz Müdigkeit nicht einschlafen.
Zudem schlafen Erkrankte sehr unruhig und nicht tief, woraus eine Unausgeruhtheit, eine Morgentief und tagsüber Müdigkeit folgen.
Während der depressiven Phase einer bipolaren Erkrankung ist man völlig gleichgültig fast allem gegenüber. So sind die Emotionen stark gehemmt.
Man empfindet ein Gefühl der Gefühllosigkeit. Erkrankte beschreiben dies oft als das Gefühl, nichts mehr zu empfinden.
Man fühlt also keine Freude, Liebe und kein Glück mehr. Ganz im Gegenteil: Durch den Verlust der Interessen, die Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit sind die meisten Gefühle, die viele Betroffene noch fühlen, mit Pessimismus, Angst und Traurigkeit verbunden.
Man empfindet keine Verantwortung und Liebe seiner Familie und Freunde gegenüber, wodurch die Gefahr der Suizidalität extrem steigt.
Neben den oben genannten Symptomen, haben depressive Phasen noch viele andere Auswirkungen auf den Gemütszustand und das Verhalten.
So kommen beispielsweise viele ungute Gefühle und Gedanken hoch. Die Symptome der depressiven Phase stehen im Kontrast zu denen der manischen Phase.
Unter anderem aus diesem Grund werden die Symptome oft unterschätzt und eine Diagnose ist schwer. Es ist nie zu spät oder zu früh, sich Hilfe zu holen.
Wichtig ist dabei, dass du die Hilfe zulässt und dass du dich selbst ernst nimmst. Du sollst nicht denken, dass du etwas falsch gemacht hast oder dass du schuld bist.
Du bist von einer Krankheit betroffen, welcher du nur mit Hilfe von ärztlicher Behandlung entgegen halten kannst. Dabei muss dir bewusst sein, das bipolare Störungen chronische Erkrankungen sind, die das ganze Leben lang behandelt werden müssen.
Mit der richtigen Behandlung und frühzeitigen Erkennung der Krankheit kann man die Episoden nämlich zwar rauszögern oder gar ganz vermeiden, die Ursachen können jedoch nicht beseitigt werden.
Je nach Phase der Krankheit muss die Behandlung angepasst werden. So ist das Ziel der Akut-Therapie, die akuten Symptome deutlich zu verbessern.
Sie wird also dann eingesetzt, wenn eine akute Krankheitsphase auftritt. Lichttherapie: Wie sie funktioniert und was du beachten musst.
Hier werden verschiedene Medikamente, beispielsweise Stimmungsstabilisierer, und auch nicht- medikamentöse-Behandlungstherapien angewendet.
Wenn die akuten Symptome vorerst behoben werden konnten, darf das weitere Vorgehen auf keinen Fall vernachlässigt werden.
Ansonsten kann es zu direkten Rückfällen kommen. Mit Hilfe der Erhaltungs-Therapie wird nun versucht, den erreichten stabilen Zustand für mindestens sechs Monate zu halten.
Dies wird mit einer Kombination aus medikamentöser Behandlung und Psychotherapie erreicht. Das Ziel dieser Behandlung ist es, erneute Krankheitsepisoden langfristig zu verhindern.
Hier kommt es ganz auf den Einzelfall an, wie lange die Therapie durchgeführt wird. Bei drei oder mehr Episoden innerhalb von fünf Jahren wird eine Dauerbehandlung mit Medikamenten empfohlen.
Grundsätzlich wird unter drei verschiedenen Medikamenten unterschieden. Zu ihnen gehören unter anderem Lithiumsalze, weshalb eine Therapie mit Stimmungsstabilisierern oft auch Lithiumtherapie genannt wird.
In depressiven Phasen werden oft Antidepressiva in Kombination mit anderen Medikamenten angewendet. Antipsychotikakommen dann zum Zuge, wenn psychotische Symptome auftreten.
Bei einer Therapie mit Medikamenten ist es besonders wichtig, diese auf die individuellen Symptome und Ursachen des Patienten abzustimmen. Deshalb können wir dir hier auch keine konkrete Herangehensweise empfehlen.
Zu beachten ist allerdings, dass Medikamente, die im Zentralnervensystem wirken, ihre Wirkung meist erst nach einigen Wochen entfalten.
Deshalb ist es ganz normal, dass diese die Symptome nicht sofort bekämpfen. Es ist also wichtig, dass du die Medikamente trotz anfänglicher Wirkungslosigkeit entsprechend der ärztlichen Empfehlung immer pünktlich einnimmst.
Falls du trotzdem eine Änderung der Dosierung vornehmen möchtest, musst du dies unbedingt mit deinem Therapeuten absprechen.
Eine medikamentöse Behandlung muss immer individuelle auf die erkrankte Person abgestimmt werden. Psychotherapeutische Verfahren werden sehr oft erfolgreich als Ergänzung zur medikamentösen Behandlung bei bipolaren Störungen eingesetzt.
Erkrankte lernen hierbei den Umgang mit ihrer Krankheit. Mit Hilfe von einem Therapeuten können sie ihren Alltag besser bewältigen, zwischenmenschliche Beziehungen verbessern und somit Rückfälle vorbeugen.
Durch all das werden Betroffene selbstsicherer und zuverlässiger. Was beispielsweise bei der Medikamenteneinnahme von besonderer Bedeutung sein kann.
Gleich wie bei der medikamentösen Behandlung muss auch die Psychotherapie auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst werden.
So können beispielsweise kognitive Verhaltenstherapien, Familientherapien und soziale Rhythmustherapien erfolgreich sein. Wichtig ist oft auch der Einbezug von nahestehenden Angehörigen in die Therapie.
Drei Jahre. Drei Jahre ist es her, dass ich einen Schlussstrich gezogen habe. Drei Jahre als ich all meinen Mut zusammengenommen habe und mich selbst eingewiesen habe.
Ich bin so weit gekommen seit dem. Aber es war nicht so, dass ich mir Hilfe gesucht habe und alles wurde toll. Es hat viele Menschen verletzt, indem ich sie ausgeschlossen habe.
Sich von toxischen Personen zu trennen ist nicht leicht. Es gab so viele Missverständnisse und so viel wurde persönlich genommen, was nie persönlich gemeint war.
Kontakte wurden gebrochen, was oft in Tränen geendet hat. Dazu kam, dass die Psychiatrie kein Urlaubsort ist. Von der Einstellung auf die Medikamente will ich gar nicht erst anfangen.
Allein in der ersten Woche habe ich so viele verschiedene Dinge bekommen, ich könnte sie nicht mehr aufzählen. Von keiner Idee von so etwas — zu vier mal täglich was einnehmen in der Hoffnung das es hilft.
Dazu die Nebenwirkungen. Und dann wieder absetzen — und dann dadurch Nebenwirkungen. Ich habe nur sehr wenige Herzensmenschen an mich rangelassen.
Ob ich das alles alleine schaffen kann. Ja es war nicht einfach, aber was ist das schon? Es war es wert. Weil ich gelernt habe Leben zu wollen.
Ich bin so froh die Persönlichkeit geworden zu sein die ich heute bin. Trivia: Was du sonst noch über manisch depressive Erkrankungen wissen solltest Obwohl wir das Thema nun bereits ausführlich behandelt haben, kann es sein, dass du noch weitere Fragen zu bipolaren Erkrankungen hast oder schlichtweg mehr wissen möchtest.
Grundsätzlich ist es als Angehöriger wichtig, die Krankheit als solche zu akzeptieren und nicht die Schuld in sich selbst oder der betroffenen Person zu suchen.
Zudem kannst du als Nahestehender dem Erkrankten signalisieren, dass du Verständnis zeigst und ein offenes Ohr für jegliche Gedanken und Sorgen hast.
Versuche dabei aber nicht aufdringlich zu sein und sei dir darüber bewusst, dass du kein Therapeut bist. Achte auch darauf, keinen Druck auf den Betroffenen aufzubauen.
Zeige dem Betroffenen auf, dass es sich um eine Krankheit handelt, die nur mit professioneller Hilfe bewältigt werden kann.
Zudem ist es für die optimale Diagnose sinnvoll, wenn du bei der Untersuchung dabei bist. Diese basiert nämlich auf ausführlichen Gesprächen über Symptome, Beschwerden, Vorerkrankungen sowie Familien- und Lebensgeschichte.
Zudem ist es für dich als Mensch wichtig, trotz Erkrankung einer dir nahestehenden Person, dich und deine eigenen Bedürfnisse nicht zu vernachlässigen.
Schaffe dir Freiräume und suche den Kontakt zu anderen Angehörigen, beispielsweise in Selbsthilfegruppen.
Es gibt online einige Videos dazu, welche Erfahrungen andere Betroffene mit der Krankheit gemacht haben.
Ein Beispiel dazu findest du im Folgenden. Hier werden dir zudem nochmals einige Tipps für Angehörige zum Umgang mit Erkrankten näher gebracht.
Grundsätzlich gibt es keine Ursachen von bipolaren Erkrankungen, die du persönlich vermeiden oder verhindern könntest.
Deshalb kannst du deinen Alltag auch nicht vorbeugend anpassen. Eine manisch depressive Störung ist eine Krankheit und Betroffene hatten beim Ausbruch keinen Einfluss darauf.
Dir kommen die genannten Symptome bekannt vor? Dann solltest du diese unbedingt ernst nehmen und bewusst etwas gegen deine potentielle manisch depressive Erkrankung tun.
Auch wenn Depressionen sowie bipolare Störungen und Selbstmordgedanken in der heutigen Gesellschaft zu den Tabuthemen gehören, solltest du offen darüber reden und dir im besten Fall einen Therapeuten suchen.
Nur so kannst du mit medikamentöser Behandlung und Psychotherapie lernen, mit deiner Krankheit unter Umständen sogar beschwerdelos zu leben. Dabei verlinken wir auf ausgewählte Online-Shops und Partner, von denen wir ggf.
Mehr erfahren. Durch die weitere Verwendung dieser Seite stimmen Sie dieser Nutzung zu. Über Uns. Zuletzt aktualisiert: August Welche Ursachen hat eine manisch depressive Erkrankung?
Um die depressive Phase diagnostizieren zu können, sollten über einen Zeitraum von 2 Wochen mindestens fünf oder auch mehr der folgenden Symptome vorhanden sein.
Durch diese Symptome kommt es zu einer deutlichen Änderung des bisherigen Verhaltens, der Leistungsfähigkeit oder auch des Gefühlslebens:.
Die hypomanische Phase dauert mindestens vier Tage an, die Stimmung ist ständig gehoben und überschwänglich oder aber gereizt.
Die Kriterien weichen aber deutlich von der nichtdepressiven Stimmung ab. Mindestens drei oder mehr der nachfolgenden Symptome sind für diese Phase typisch:.
In der Regel verändert sich in dieser Phase auch die Leistungsfähigkeit, Dritte beobachten oft auch einen Wechsel des Auftretens. In der gemischten Phase kommen sowohl die Kriterien der manischen als auch die depressiven Phase über einen Zeitraum von mindestens einer Woche zum Tragen.
Es kommt in der Regel zu einer Beeinträchtigung im Berufs- und auch Privatleben. Oft erfordert diese Zeit einen Krankenhausaufenthalt, damit eine Selbst- oder auch Fremdschädigung verhindert werden kann.
Oft treten manische oder depressive Phasen der Erkrankung dann auf, wenn ein sehr belastendes Lebensereignis stattgefunden hat. Die ersten Symptome treten unabhängig vom Alter auf, meistens jedoch zwischen dem In den ersten 10 Jahren der Erkrankung werden von den Betroffenen meist vier unterschiedliche Phasen durchlaufen, wobei die Dauer und auch die Häufigkeit sehr stark variieren.
Prinzipiell dauert die depressive Phase der Erkrankung meist deutlich länger, als die manische Phase. Im Laufe der Erkrankung werden die Abstände zwischen den einzelnen Phasen kürzer, mit zunehmendem Alter nehmen oft auch die depressiven Phasen zu und dauern länger an.
Treten nach der oder den ersten Phasen der manisch-depressiven Erkrankung keine weiteren Phasen ein, wird die Krankheit nur selten erkannt und behandelt.
Das führt dazu, dass die bipolare affektive Störung bei den meisten Betroffenen zur chronischen, lebenslangen Erkrankung wird. In der Regel ist die manisch-depressive Erkrankung mit mangelnder Einsicht in die Krankheit verbunden.
Oft haben Betroffene ein selbstschädigendes Verhalten. Die Hirnstruktur wird dabei stärker geprägt, je mehr Zeit bis zur Einsicht in die Krankheit vergeht.
Dadurch erfolgt in der Regel auch eine negative Beeinflussung der Prognose. Laut einigen Studien kommen rund 40 Prozent der betroffenen Patienten nach den Phasen von Depression und Manie nicht mehr auf ihr altes Funktionsniveau zurück, bei weiteren 40 Prozent kommt es zu einem günstigen Verlauf, weil das soziale Umfeld eine Hilfe darstellt.
Bleiben die Symptome wie Müdigkeit oder auch Konzentrationsschwäche komplett vorhanden, sind es in der Regel residuale Symptome. Eine lang andauernde Krankheit, die auch von längeren Klinikaufenthalten geprägt ist, kann den Verlust des sozialen Haltes zur Folge haben — oft geht der Arbeitsplatz verloren, auch die Familie zerbricht in einigen Fällen daran.
Im Anschluss folgt mindestens eine depressive Phase. Von dieser Störung sind etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung, sowohl Männer als auch Frauen gleich häufig, betroffen.
Bei ihr treten nach einem normalen Zwischenzustand immer wieder Depressionen auf. Hypomanie zu Depression. Betroffene mit diesem Krankheitsverlauf erfahren meist eine Behandlung in der Klinik, da sie oft eine besondere Therapie benötigen.
In der Regel sind klassische Medikamente für derart häufige Wechsel zwischen den Phasen nicht ausreichend, oft muss zu Stimmungsstabilisatoren gegriffen werden.
Betroffene haben vor allem ein erhöhtes Suizidrisiko, die Prognose für die Heilung sind vergleichsweise schlecht.
Ein manisch-depressiver Mischzustand ist dadurch gekennzeichnet, dass während einer Krankheitsphase manische und depressive Symptome schnell aufeinander treffen oder Depression und Manie gleichzeitig auftreten und sich dadurch mischen.
Betroffene sind in dieser Phase der bipolaren Störung zwar z. Redegewandt, aber unter Umständen auch ängstlich und von Selbstmordgedanken geplagt.
Derartige Mischzustände sind oft während der postmanischen Phase vorhanden, was oft auch an der Schlaflosigkeit der Betroffenen liegt.
Dieser Zustand ist meist sehr häufig, oft werden Gedanken von depressiver Natur in die Tat umgesetzt z. Mischzustände sind oft schwerer zu behandeln, als die klassischen Phasen einer manisch-depressiven Erkrankung.
Generell ist das Suizidrisiko von Menschen, die manisch-depressiv sind, deutlich erhöht. In den letzten Jahren haben sich etwa 15 bis 30 Prozent aller Betroffenen das Leben genommen.
Als riskante Zeit werden die Phasen der Depression gesehen, in denen der Antrieb noch vorhanden oder sich etwas gebessert hat.
Während dieser Zeit werden Selbstmordversuche oft in die Tat umgesetzt. Auch in den Phasen von Mischzuständen ist die Selbstmordgefahr erhöht, denn die manischen und depressiven Symptome, die gleichzeitig aufeinander treffen, führen zu einem erhöhten Antriebsniveau.
Auch zwischen den einzelnen Phasen — also im Normalzustand — kann aufgrund des Wissens, dass es bei einer bipolaren affektiven Störung immer wieder zu Depressionen kommt, ein erhöhtes Suizidrisiko vorliegen.
Generell gibt es bei der manisch-depressiven Erkrankung einige Begleiterscheinungen. Auch der Missbrauch von Medikamenten — vor allem bei Mischzuständen — tritt sehr häufig auf.
Mit Hilfe einer konsequenten Behandlung kann eigentlich den meisten Menschen mit manisch-depressiver Erkrankung gut geholfen werden.
Es ist möglich, dass sowohl manische als auch depressive Phasen bei einer Behandlung zum Abklingen gebracht werden können.
Der Patient erfährt durch die verbesserte medikamentöse Behandlung in Kombination mit Psychotherapie eine deutliche Erleichterung.
Es kommt zu geringeren Nebenwirkungen durch Medikamente und auch die psychischen Beschwerden verringern sich oft. Zwischen den Krankheitsphasen können Betroffene in der Regel ihre Konzentration besser auf ihr Berufsleben sowie soziale Kontakte ausrichten.
Um eine eindeutige Prognose für die manisch-depressive Erkrankung abgeben zu können, müssen Arzt und Patient eng und gut zusammenarbeiten.
Dadurch können drohende depressive und auch manische Rückschläge schnell erkannt werden. Weiterhin sichert eine gute und vor allem enge Kooperation zwischen Arzt und Betroffenem eine kontinuierliche und genaue Langzeitbehandlung.
Wenn jedoch die prophylaktische Dauerbehandlung sowie die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient scheitern, kann sich die Erkrankung meist deutlich beeinträchtigend auf Beruf und Alltag auswirken.
Im Vergleich zu gesunden Menschen ist die Selbstmordrate von Menschen mit manisch-depressiver Erkrankung wesentlich höher. Die manisch-depressive Erkrankung kann durchaus effektiv behandelt werden.
Wichtig ist hier eine langfristige Behandlung , die auch einen Rückfall vermeiden soll, denn selbst nach erfolgreichen Behandlungen sind unter Umständen Rückfälle möglich.
Eine Prophylaxe ist also unumgänglich. Meist zeigen sich Betroffene vor allem in der manischen Phase oder auch bei Suizidgefahr eher uneinsichtig in Bezug auf die Krankheit.
Deshalb erfolgen manchmal Behandlungen gegen den Willen des Patienten. Man spricht dann von einer so genannten Zwangsbehandlung.
Viele Betroffene sind jedoch einsichtig und willigen freiwillig in eine Behandlung ein, damit der hohe Leidensdruck verschwindet.
Vor allem beim erstmaligen Auftritt von manischen Phasen ist es normal, dass die Einsicht fehlt, da manisch-depressiv Erkrankte noch keine Erfahrungen mit den Folgen der Phase und möglichen folgenden Depressionen sammeln konnten.
Die Einsicht stellt sich deshalb oft erst nach mehreren Phasen ein. Für eine erfolgreiche Behandlung kann es sinnvoll sein, wenn die Betroffenen Informationen über ihre Krankheit sammeln, damit sie die Behandlung genau nachvollziehen können.
Sie können dann auch ein Gegensteuern erlernen, um ein geregeltes Leben möglich zu machen. Unumgänglich bleibt natürlich die korrekte Diagnose der Erkrankung.
Eigentlich in fast allen Fällen zeigt sich die Behandlung mit Medikamenten als indiziert und notwendig an, denn nur Gespräche über die Veränderung können eine Heilung nicht genügend beeinflussen.
Ist der Krankheitsverlauf eher leicht, kann unter Umständen auch nur eine Gesprächstherapie ausreichend sein. Dafür muss die Diagnose aber sicher und vor allem frühzeitig gestellt werden.
Dies gestaltet sich allerdings oft schwer, da sich eine manisch-depressive Erkrankung eher schleichend entwickelt und meist mangels Kenntnissen in Öffentlichkeit und auch bei Ärzten nur schwer diagnostizieren lässt.
Auch die Scheu, psychische Erkrankungen zu behandeln, kann den Verlauf negativ beeinflussen. Die Behandlung einer bipolaren affektiven Störung kann mit Hilfe von zwei verschiedenen Medikamentengruppen erfolgen.
So können zum einen so genannte. Medikamente verabreicht werden, die zu einer Behandlung der gerade durchlebten Phase Depression oder Manie dienen.
Bei letzteren Präparaten handelt es sich um so genannte. Die so genannten Stimmungsstabilisierer , zu denen z.
Lithium, Lamotigrin, Valproat, Carbamazepin sowie Olanzapin und Quetiapin gehören, werden vor allem bei der Akut- und Erhaltungstherapie sowie auch bei der Rückfallprophylaxe eingesetzt.
Wenn die Stimmungsstabilisierer nicht ausreichend Wirkung zeigen, können während der depressiven Phase in der bipolaren affektiven Störung auch Antidepressiva verabreicht werden.
Auch Neuroleptika, Sedativa oder Hypnotika können als Interventionsmedikamente zusätzlich zum Einsatz kommen. Die so genannten Mischzustände sind in der Regel schwieriger behandelbar, als Depressionen und Manien im Einzelnen.
Oft müssen hier mehrere Medikamente in Kombination eingesetzt werden. In der Regel werden die manischen Symptome mit Neuroleptika behandelt, die depressive Phase mit Antidepressiva.
Alle Medikamente müssen dabei aber sinnvoll aufeinander abgestimmt werden. Bei besonderen schweren Fällen der manisch-depressiven Erkrankung, die in der Regel mit Suizidgedanken einhergehen, kann die Notwendigkeit einer Einweisung ins Krankenhaus bestehen.
Generell ist für Betroffene, die an einer bipolaren affektiven Störung leiden, ein geregelter Lebensrhythmus besonders wichtig.
Dadurch kann die Krankheit besser eingeordnet werden, was in der Regel dabei hilft, im Alltag besser damit umgehen zu können.
Prinzipiell sollte bei der Wahl der Psychotherapie ganz individuell entschieden werden, da es viele mögliche Therapieansätze gibt, die bei einer manisch-depressiven Erkrankung helfen können.
Die bipolare affektive Störung kann vorbeugend generell mit Stimmungsstabilisatoren während der Manie und Antidepressiva während der Depression behandelt werden.
Zwar sind die genauen Wirkungsweisen noch ungeklärt, dennoch gelten sie als wirksam bei langfristigen Schwankungen der Stimmung. Wird die Phasenprophylaxe jedoch abgebrochen, kann ein erneutes Auftreten der manischen und depressiven Phasen zu einem negativen Krankheitsverlauf und in der Folge zu einer erschwerten Behandlung führen.
Generell sollte der Genuss von Koffein, Alkohol und Drogen sowohl während der Krankheitsbehandlung als auch während der Phasenprophylaxe vermieden werden, zumal es zu Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten kommen kann.
Neben der Gabe von Medikamenten ist bei einer manisch-depressiven Erkrankung immer auch eine auf die Behandlung abgestimmte kognitive Verhaltenstherapie, eine Gesprächspsychotherapie, eine Soziotherapie oder auch eine so genannte Psychoedukation sinnvoll.
Auch die Teilnahme in einer Selbsthilfegruppe z. Bipolar-Selbsthilfe-Netzwerk ist durchaus lohnenswert. Betroffene sollten in den Sitzungen dahingehend unterstützt werden, dass sie ein eigenes Warnsystem für sich entwickeln, das ihnen dabei hilft, nicht in extreme Phasen zu rutschen.
So genannte. Besonders wichtig ist das Erkennen der Frühwarnzeichen für manische, depressive oder gemischte Phasen und ein entsprechendes Gegensteuern z.
Dadurch kann der Ausbruch einer neuen Phase gemildert und unter Umständen sogar verhindert werden. Generell kann ein stressfreies, geregeltes und erfülltes Leben, ausreichend Schlaf, viel Bewegung sowie auch Yoga und Meditation zur Verzögerung neuer Phasen führen.
Sie können unter Umständen auch dadurch seltener werden oder gar ganz verhindert werden. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der manisch-depressiv erkrankte Mensch sich von der letzten Phase und deren möglichen Folgen genügend erholt hat.
Besonders im Winter schlägt die andauernde Dunkelheit oft aufs Gemüt. Besonders bei alten Menschen macht sich in den Wintermonaten ein Stimmungstief bemerkbar, weshalb viele Rentner im Winter in den Süden fliegen.
Aber nicht jeder kann sich diese Auszeiten leisten und da kommt eine Lampe, die das Sonnenlicht nachahmt gerade recht.
Es gibt sogar seltene Fälle, bei denen eine bipolare affektive Störung in Folge einer Hirnverletzung entstanden ist.
Umzug können zu psychosozialen Problemen führen und damit Einfluss auf die Entstehung einer manisch-depressiven Erkrankung nehmen.
Auch allgemeiner Schlafmangel, Überarbeitung oder ein einschneidender Lebenswandel sind meist Gründe für einen möglichen Krankheitsausbruch.
Generell gibt es höchstwahrscheinlich viele verschiedene Faktoren, die zu einer manisch-depressiven Erkrankung führen. Generell kann man davon ausgehen, dass mit dem Erbgut zwar ein Rahmen für eine Erkrankungswahrscheinlichkeit gestellt wird, ob es jedoch tatsächlich zum Krankheitsausbruch kommt, liegt in der Regel auch Faktoren des Umfeldes.
Diese beeinflussen zum einen die Entstehung der Erkrankung, aber auch deren Verlauf und Ende. Sit, M. Ciolino, Ph. Wisniewski, Ph. Wisner, M.
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